Ölsaaten
Unterkategorien
Ölkürbis
Cucurbita pepo L.
Familie : Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Der Kürbis stammt ursprünglich aus dem Norden Mexikos und dem Süden der USA. [4] Der Ölkürbis ist eine Mutationsform des Speisekürbisses, bei der die äußersten Zellschichten der Samenschale nicht verholzt sind. Das führt dazu, dass die Kerne eine oliv- bis dunkelgrüne Farbe aufweisen. [3] Es gibt verschiedene Voraussetzungen, damit die Kultur gesund und erntereich gedeiht, wie zum Beispiel lockere Böden, trockene Lagen und ein warmes Klima. [2] [3] Ende September können die Felder mit geringem Aufwand beerntet werden, wobei die Kerne danach sofort gewaschen und vom Fruchtfleisch getrennt werden müssen. Anschließend werden sie durch indirekte Befeuerung getrocknet und anschließend zu Kürbiskernöl gepresst. [3]
Hanf
Cannabis sativa
Familie: Hanfgewächse (Cannabaceae)
Hanf stammt ursprünglich aus Zentralasien, aber wird seit Jahrhunderten auch in Europa angebaut. Die Kultur zählt du den ältesten und vielseitigsten Nutzpflanzen [4]. Die einjährige, mit Hopfen verwandte Pflanze liefert sowohl Körner als auch Fasern, die für den menschlichen Konsum von Interesse sind [3]. Die Samen enthalten viel Protein, Omega-3- sowie Omega-6-Fettsäuren und können zu Öl gepresst werden [2]. Der THC-Gehalt darf höchstens bei 1% liegen, wobei EU-zertifizierte Sorten einen Höchstwert von 0,3% messen. In der Schweiz gibt es kein eigenes Sortenregister und es wird auf die EU-Sortenliste zurückgegriffen. Hanfproduzent:innen werden regelmässig von den zuständigen Behörden kontrolliert [3].
Öllein
Linum usitatissimum
Familie: Leingewächse (Linaceae)
Der Lein, oder auch Flachs genannt, stammt ursprünglich aus Indien und wurde bereits im Altertum als Nutzpflanze angebaut. Die einjährige Kulturpflanze liefert neben Fasern auch wertvolles Öl, jedoch ist die Bedeutung von Lein stark zurückgegangen. Es gibt eine Sommer- wie auch Winterform, wobei Lein in der Schweiz vor allem biologisch und als Sommerkultur angebaut wird. [1] Das hochwertige Leinsamenöl ist reich an Omega-3-, -6-, und -9-Fettsäuren und beinhaltet die Vitamine A und E. [6]
Leindotter
Camelina sativa
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Bereits ca. 400 v. Chr. wurde Leindotter in Südosteuropa und Südwestasien nachgewiesen. Dank seiner öl- und eiweisshaltigen Samen wurde die Pflanze zunehmend angebaut und verwendet [2]. Leindotter wird heutzutage dank seiner Unkrautunterdrückung, Standfestigkeit und Ertragssicherheit vor allem in Mischkultur mit Bohnen, Erbsen oder Linsen angebaut. Die Kultur hat durch ihre geringen Ansprüche an Boden und Klima und ihre kurze Vegetationszeit auch Anbaupotenzial als Zwischenfrucht. Leindotter ist schnellwüchsig, trockenheits- und kältetolerant und braucht kaum Unkrautregulierung [2].
Mohn
Papaver somniferum
Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)
Speisemohn wurde in Mitteleuropa über Jahrhunderte hinweg angebaut, bevor der Anbau aufgrund der Betäubungsmittelgesetzgebung stark zurückging. Dank morphinarmer Sorten erlebt die Kultur heute ein Revival. Dies gilt aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit und des geringen Krankheitsdrucks insbesondere für den ökologischen Landbau [3]. In der Schweiz wird Speisemohn bislang nur in geringem Masse angebaut, doch mildere Klimabedingungen und wachsende Nachfrage nach regionaler Ware eröffnen neue Chancen für die Kultur [9]. Besonders geschätzt sind die ölreichen Samen, die als Backzutat verwendet und zu Speiseöl verarbeitet werden. Als bei Insekten beliebte Blühkultur ist sein Beitrag zur Biodiversität ein zusätzliches Plus [3]. Insgesamt gilt Mohn als potenziell wertvolle Nischenkultur, die sowohl pflanzenbauliche als auch wirtschaftliche Perspektiven bietet [9].