Lupinen
Lupinus albus
Lupinus angustifolius
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Die Lupine zählt zu den Schmetterlingsblütlern und wurde ursprünglich im Mittelmeerraum kultiviert, bevor sie im 20. Jahrhundert durch die Züchtung bitterstoffarmer Süsslupinen als Futter- und Eiweisspflanze verbreitet wurde [3]. Als Leguminose zeichnet sich die Kultur durch hohe Eiweissgehalte, Stickstofffixierung und einen guten Vorfruchtwert aus [1]. In der Schweiz ist die Anbaufläche noch gering, doch mit der steigenden Nachfrage nach einheimischen Eiweissfuttermitteln gewinnt sie zunehmend agronomische Bedeutung [2]. In der Schweiz sind zwei Lupinenarten relevant: Die Blaue Lupine, auch als Schmalblättrige Lupine bekannt, sowie die Weisse Lupine. Sie unterscheiden sich in Bodenansprüchen, Anthraknose-Anfälligkeit und Ertragspotenzial [3]. Sortenwahl und Standort spielen eine zentrale Rolle, da Lupinen empfindlich auf Kalk und Staunässe reagieren [1]. Die Blaue Lupine wird aktuell in der Schweiz am häufigsten angebaut, da zuverlässige, alkaloidarme Sorten zur Verfügung stehen, was für die menschliche Ernährung von Bedeutung ist [8]. Bei der Sortenwahl gibt es immer den Trade-off zwischen Alkaloidgehalt, Anthraknoseanfälligkeit und Ertragspotenzial.