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Leguminosen

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Linsen

Lens culinaris Medik.

Die Linse gehört zur Familie der Fabaceae und zählt zu den ersten vom Menschen kultivierten Pflanzenarten [5]. In der Schweiz übersteigt die Nachfrage das inländische Angebot, weshalb jährlich rund 2000 t Linsen importiert werden [7]. Linsen gelten als konkurrenzschwach wegen langsamer Jugendentwicklung und beschränkter Wuchshöhe, weshalb zahlreiche Anbausysteme auf Mischkulturen setzen [5]. Sie werden hauptsächlich als Ganze Körner für Suppen, Eintöpfe oder zur Weiterverarbeitung verwendet, wobei Reinigung, Trocknung und Aufbereitung entscheidend für die Handelsqualität sind [6].

Sojabohne

Glycine max
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Soja ist eine wärmeliebende Körnerleguminose mit hohem Proteingehalt und vielseitiger Nutzung sowohl in der Tierfütterung als auch für die menschliche Ernährung [1]. In der Schweiz wird Soja seit den 1980er-Jahren angebaut und gewinnt aufgrund der steigenden Nachfrage nach regional produzierter Biosoja kontinuierlich an Bedeutung [1] [2]. Die Kultur eignet sich gut zur Erweiterung bestehender Fruchtfolgen, da sie dank der Symbiose mit Knöllchenbakterien keinen mineralischen Stickstoff benötigt und die Bodenstruktur durch ihr tiefreichendes Wurzelsystem verbessert [1] [3].

 

Ackerbohne

Vicia faba

Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Die Ackerbohne zählt zu den grosskörnigen Leguminosen und ist ein wichtiger Eiweisslieferant in der Schweizer Futter- und zunehmend auch in der Lebensmittelproduktion [5]. Als tiefwurzelnde Kultur verbessert sie die Bodenstruktur, liefert viel Grünmasse und weist einen hohen Vorfruchtwert auf [5]. Winter- und Sommerformen unterscheiden sich vor allem in Vegetationsdauer, Frosttoleranz und Blütezeit, wobei Winterackerbohnen früher blühen und damit Trockenstress besser ausweichen können [3]. Die Kultur stellt moderate Ansprüche an den Boden, reagiert jedoch empfindlich auf Staunässe und ungenügende Wasserversorgung während Blüte und Hülsenbildung

Eiweisserbse

Pisum sativum

Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Die Eiweisserbse gehört zur Familie der Leguminosen und damit zu den stickstofffixierenden Kulturen [1]. Ursprüngliche Anbaugebiete liegen im Norden des Iraks und in Palästina, von wo aus sich die Kultur früh nach Europa ausbreitete [1]. In der Schweiz gewann die Eiweisserbse ab den 1980er-Jahren wieder an Bedeutung als Futtereiweissträger [1]. Sie ist gut an das hiesige Klima angepasst und kann auch in höheren Lagen angebaut werden [2]. Der hohe Wasserbedarf während der Blüte macht sie jedoch anfällig für Trockenheitsphasen [1]. Aufgrund ihres Proteinanteils und ihrer agronomischen Vorteile gewinnt die Kultur in der Schweiz an Relevanz [3].

Lupinen

Lupinus albus
Lupinus angustifolius

Familie:   Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Die Lupine zählt zu den Schmetterlingsblütlern und wurde ursprünglich im Mittelmeerraum kultiviert, bevor sie im 20. Jahrhundert durch die Züchtung bitterstoffarmer Süsslupinen als Futter- und Eiweisspflanze verbreitet wurde [3]. Als Leguminose zeichnet sich die Kultur durch hohe Eiweissgehalte, Stickstofffixierung und einen guten Vorfruchtwert aus [1]. In der Schweiz ist die Anbaufläche noch gering, doch mit der steigenden Nachfrage nach einheimischen Eiweissfuttermitteln gewinnt sie zunehmend agronomische Bedeutung [2]. In der Schweiz sind zwei Lupinenarten relevant: Die Blaue Lupine, auch als Schmalblättrige Lupine bekannt, sowie die Weisse Lupine. Sie unterscheiden sich in Bodenansprüchen, Anthraknose-Anfälligkeit und Ertragspotenzial [3]. Sortenwahl und Standort spielen eine zentrale Rolle, da Lupinen empfindlich auf Kalk und Staunässe reagieren [1]. Die Blaue Lupine wird aktuell in der Schweiz am häufigsten angebaut, da zuverlässige, alkaloidarme Sorten zur Verfügung stehen, was für die menschliche Ernährung von Bedeutung ist [8]. Bei der Sortenwahl gibt es immer den Trade-off zwischen Alkaloidgehalt, Anthraknoseanfälligkeit und Ertragspotenzial.

Kichererbse

Cicer arietinum

Familie:  Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Die Kichererbse stammt aus dem Gebiet rund um Syrien und wird seit dem Neolithikum angebaut [1]. In Mitteleuropa ist sie eine Nischenkultur, deren Anbau durch ihr trockenheitsresistentes Wachstum und ihre Fähigkeit zur Stickstofffixierung besonders ökologisch interessant ist. Sie bevorzugt warme, trockene Lagen und leichte, durchlässige Böden. Die Kichererbse gilt aufgrund langsamer Jugendentwicklung als konkurrenzschwach gegenüber Unkraut [1] [2]. In der Schweiz wächst das Interesse an Kichererbsen als pflanzliche Proteinquelle sowie für die Direktvermarktung [3].

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